Ronny Schneider aus Wolfen-Zörbig

Die Finanzausstattung der Kommunen verbessern

Ronny SchneiderZÖRBIG. Ronny Schneider bezeichnet es selbst als Glücksfall, dass er sein Hobby zum Beruf hat machen können. Denn der Informatik-Student und Computerspezialist aus Zörbig hat sich auf die eigenen Beine gestellt und ein EDV-Unternehmen gegründet. Doch das reichte ihm nicht. Er wollte sich auch politisch betätigen. Weil er sich aber zu keiner der etablierten Parteien hingezogen fühlte, schloss er sich der Fraktion der Bürgerinitiativen an und sitzt seit 2004 im Zörbiger Ortschaftsrat und seit 2009 auch im Stadtrat. Und nun kandidiert er für den Landtag von Sachsen-Anhalt, will im Falle seiner Wahl für “Freie Wähler – Sachsen-Anhalt” in dieses Parlament einziehen.

Stark machen möchte sich der 28-Jährige, der sich auch im örtlichen Sportverein engagiert, deshalb für ein Vorankommen in diesem Bereich sowie auf kultureller Ebene. Denn für die so genannten “freiwilligen Aufgaben” stehen im Haushaltsplan immer weniger Mittel bereit. Das habe er in seiner jahrelangen kommunalen Arbeit hautnah miterleben können. Und deshalb möchte er sich für eine bessere Finanzausstattung der Kommunen einsetzen.

Für überarbeitungswürdig hält er auch das breite Feld der Jugendarbeit. Außerdem müssten nach seiner Meinung mehr junge Leute in die Parlamente. Auch die Familienpolitik sei oft sehr unflexibel. Er plädiert weiterhin für ein einheitliches Bildungssystem auf Bundesebene und ein längeres gemeinsames Lernen sowie das Recht auf ganztätige Betreuung. Stark machen möchte er sich weiterhin für den Erhalt der Grundschulen im Ort. Die Demokratie insgesamt wieder interessanter zu machen ist sein erklärtes Ziel.

Mitteldeutsche Zeitung vom 08.03.2011

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