Mehr Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger

Mario RudolfGARITZ. Vor viereinhalb Jahren gründete er die “Initiative Landgemeinden” mit, die gegen die Gemeindereform in Sachsen-Anhalt zu Felde zog. Voriges Jahr wurde er zum Vorsitzenden der gerade gegründeten Landesvereinigung FREIE WÄHLER Sachsen-Anhalt gekürt. Und am 20. März 2011 möchte der dreifache Vater und Ortsbürgermeister der Zerbster Ortschaft Bornum Mario Rudolf (42) in den Landtag gewählt werden. Für die Landesvereinigung FREIE WÄHLER tritt er im Wahlkreis 23 (Zerbst – Aken – Osternienburger Land) an.

“Wir sind im Landtag dabei”, ist der Kandidat mit dem Listenplatz 2 sicher. Immerhin – den Sprung in den Kreistag Anhalt-Bitterfeld hat Rudolf, der im Finanzamt Dessau arbeitet, 2007 schon geschafft.

Als künftiger Landtagsabgeordneter wolle er den Bürgern Mut machen, sich an der Politik zu beteiligen. So trete er für erleichterte Volksentscheide ein, für die Direktwahl des Ministerpräsidenten und für größere Befugnisse der Stadt- und Gemeinderäte. Er könne sich eine Mitarbeit im Bildungsausschuss des Landtages vorstellen, sagt Rudolf. Als Vater, als Mitglied eines Elternrates, eines Kita- und eines Schul-Fördervereins sei er gegen die Schließung von Kindereinrichtungen und Schulen in den Dörfern.

Und die Kosten? “Warum sollen die Fachlehrer nicht über Land fahren, das funktioniert in Skandinavien doch auch?”, lautet Rudolfs Vorschlag.

Mitteldeutsche Zeitung vom 07.03.2011 

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