Mehr Geld für Naturparke

Freie Wähler Sachsen-Anhalt fordern mehr Geld für die Naturparke.

In Sachsen-Anhalt sind 29 % der Landesfläche Naturparke. Es sind insgesamt sechs. Die Naturparke Saale-Unstrut, Triasland , Dübener Heide , Naturpark Harz, Fläming und Unteres Saaletal sind in der Region gewachsene Naturparke, deren Träger Vereine sind. Der Naturpark Drömling wird staatlich verwaltet.Naturparke schaffen Identifikation und Heimatverbundenheit der Bevölkerung mit ihrer Region. Daraus wachsen Attraktivität, Unverwechselbarkeit und Einzigartigkeit. Dieses touristische Potential eröffnet Chancen für eine nachhaltige Regionalentwicklung. Grundlage dazu sind Pflege- und Entwicklungskonzepte, die die Naturpark-Trägervereine erstellen. Um diese Aufgabe des Landes durchzuführen, weist das Land den Trägervereinen finanzielle Mittel zu. Während das Land zwei Naturparken im Entwurf des Doppelhaushaltes mit je 107.500,- EUR pro Jahr bedachte, sollen die anderen drei in Trägerschaft der Vereine nur 70.000,- EUR bekommen. Diese Ungleichbehandlung ist nicht zu erklären und somit nicht hinnehmbar. 

Aber auch die insgesamt mangelnde finanzielle Zuweisung des Landes für diese wichtige Aufgabe ist völlig unerklärlich. Mario Rudolf, Landesvorsitzender der FREIEN WÄHLER Sachsen-Anhalt meint hierzu: „Das Land Sachsen-Anhalt entledigt sich hier ganz billig einer öffentlichen Aufgabe. Die Arbeit in den Naturparken ist enorm wichtig für die einzelnen Regionen und sehr umfangreich. Durch die mangelnde finanzielle Ausstattung können angefangene Projekte nicht fortgeführt werden. Es fehlt unter anderem an Personal. Das Personal, welches vorhanden ist, ist teilweise schlecht bezahlt. Vieles wird von ehrenamtlich tätigen Menschen erledigt, die sich nun durch die Ungleichbehandlung und Mangelzuweisung an Geld verprellt fühlen.“

Die Freien Wähler unterstützen das Positionspapier der Naturparke Dübener Heide, Fläming, Harz und Unteres Saaletal und fordern die Landesregierung und Landesparlament auf, dass

–        die vertragliche Sockelfinanzierung der Naturparke ab 2013 um mindestens einen jährlichen Inflationsausgleich erhöht wird,
–        die finanzielle Gleichbehandlung der Naturparke beibehalten wird, indem die Sockelfinanzierung der Naturparke Dübener Heide, Unteres Saaletal und Fläming zeitnah auf das Niveau der Naturparke Harz und Saale-Unstrut-Triasland (107.500 Euro) angehoben wird und
–        das finanzielle Budget der Naturparkträger bis zum Jahr 2020 schrittweise auf 200.000 Euro je Naturpark aufgestockt wird.

Naturparke genießen hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Sie sind kommunal verankert und arbeiten in etablierten regionalen Netzwerken. Sie binden Bürgerinnen und Bürger ein und bieten Möglichkeiten für ein aktives Engagement von Freiwilligen und von lokalen Akteuren aus der Wirtschaft.

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