Marcus Voigt – Ortsbürgermeister

Votiert für mehr Rechte der Bürgervertretungen

Markus Voigt (FOTO: MZ)GROSSZÖBERITZ. Seit dem Jahr 2009 ist Markus Voigt Ortsbürgermeister von Großzöberitz. Und dort spürt er die Ergebnisse der Gemeindegebietsreform unmittelbar. “Die Ortschaften haben kaum noch Entscheidungsbefugnisse. Die Entscheidungen für das Wohl und Übel der kleinen Kommunen liegen beim Stadtrat. Das ist nicht mein Verständnis von Mitspracherecht und Demokratie”, sagt der gelernte Kfz-Mechatroniker, der derzeit an der Hochschule Anhalt in Köthen studiert.

Auch in den kleinen Orten leben Bürger, die Anspruch auf ein lebenswertes Umfeld haben, ist seine Überzeugung. Die Zukunft für die Kommunen seien Kinder und Jugendliche. “Damit sie bleiben, müssen die Entscheidungen im Ort getroffen werden”, ist der 28-Jährige überzeugt. Auch die Senioren bräuchten einen lebendigen Heimatort in Zeiten knapper Kassen.

Markus Voigt weiß, dass viele andere auch so denken. “Schauen Sie nur nach Radegast oder Gröbzig. Mit der Eingemeindung wurde diesen Orten das Jahrhunderte alte Stadtrecht und damit eine Tradition genommen. Entstanden ist eine künstliche Stadt, mit der sich niemand so recht identifizieren kann”, äußert Voigt. “Wo bleiben die Kosteneinsparungen, die uns die Landespolitiker durch diese Reform versprochen haben?”, fragt Voigt.

Er hat sich den Freien Wählern angeschlossen, sieht bei ihnen die Interessen der Kommunen deutlich besser vertreten. Deshalb kandidiert er im Wahlkreis 22 und möchte gern im Landtag mitarbeiten. Mehr Demokratie heißt für ihn unter anderem, dass es mehr Rechte für die Bürgervertretungen in den Kommunen gibt. Dafür möchte er sich im Landtag stark machen.

Mitteldeutsche Zeitung vom 10.03.2011

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