Ihr Kandidat für Sangerhausen

Hummitzsch will Bürger beteiligen

Uwe HummitzschSANGERHAUSEN. Uwe Hummitzsch will etwas bewegen: Im Sangerhäuser Ortsteil Breitenbach als Ortsbürgermeister, als Chef des dortigen Bürgervereins von “0 bis 100” und künftig auch im Landtag. Nur durch mehr Mitspracherecht könne man die Bürger motivieren, sich stärker einzubringen, sagt der 45-jährige Spitzenkandidat der Freien Wähler im Wahlkreis 31. Hummitzsch, Mitglied der Bürgerinitiative Ortsteile Sangerhausen, diplomierter Betriebswirt und Fahrschullehrer, setzt sich deshalb für mehr direkte Demokratie ein, für mehr Volksentscheide, Bürgerbegehren.

Er will aber keine “Pseudoabstimmungen”, wie es sie bei der Gebietsreform gegeben habe. “Man kann doch zum Beispiel nicht die Bürger nach ihrer Meinung zu einem Zusammenschluss von Orten befragen und, wenn die ablehnen, dann doch zwangseingemeinden.” Am Ende müsse man sich über die Politikverdrossenheit nicht wundern, sagt er. Die Chancen, der Freien Wähler, in den Landtag einzuziehen, hält Hummitzsch für gut. “Mit etwa 6 000 Mitgliedern sind wir die zweitstärkste politische Gruppierung im Land.” Ich glaube schon, dass wir über die Fünf-Prozent-Hürde kommen. Nur so habe man die Möglichkeit, etwas zu bewegen und den Bürgern zu mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten zu verhelfen. Bisher habe den Bürgerinitiativen der Einfluss in Magdeburg gefehlt. “Wir setzen auf gesunden Menschenverstand. Einen Fraktionszwang wird es bei uns nicht geben”, sagt Hummitzsch. Wichtig sei, pragmatisch zu entscheiden und nicht Parteiprogramme abzuarbeiten. Dass so etwas ankommt, haben die beiden Sangerhäuser Bürgerinitiativen bei der Kommunalwahl 2009 gezeigt und zusammen 13 der 40 Sitze im Stadtrat geholt. Sie haben in dem Gremium zum Teil ein größeres Gewicht als manch alteingesessene Partei. Für Hummitzsch ein gutes Omen, dass der Bürgerbewegung am 20. März auch der Sprung in den Landtag gelingt.

Mitteldeutsche Zeitung vom 10.03.2011

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