Freie Wähler organisieren sich im Kreis Wittenberg

Autor MARKUS WAGNER Mitteldeutsche Zeitung

WITTENBERG/MZ. Die Freien Wähler organisieren sich auf Kreisebene. Am Mittwochabend haben Vertreter aus sieben von neun Städten eine “Regionalversammlung” gegründet, in der die Gruppen regional ihre Strategien und Problem diskutieren wollen. Nur aus Kemberg und Gräfenhainichen war niemand erschienen.

Eingeladen zur Gründung ins Brauhaus hatten die Freien Wähler Wittenberg (FW). Die Gruppe hatte ihre Satzung bereits vor der Kreistagswahl geöffnet, um auch Freien Wählern aus anderen Orten die Kandidatur zu ermöglichen. Dieses Prinzip gilt auch jetzt. Anstatt einen eigenen Verein zu gründen, sind viele Freie Wähler aus Zahna-Elster dem Wittenberger beigetreten.

“Wir stellen nur die Infrastruktur zur Verfügung”, sagt Stefan Kretschmar, Vorsitzender in Wittenberg. Die brauchen die Gruppen, die bei der Regionalversammlung mitreden wollen, auch. Voraussetzung sei, dass es “Freie Wähler” sind, sagt Kretschmar. So wie in Coswig. Die älteste derartige Gruppierung im Kreis ist genauso mit dabei wie Freie Wähler aus Bad Schmiedeberg. Bettina Kurz-Köchy war erst am Mittwoch den Wittenbergern beigetreten. Nur mitberaten dürfen derzeit die Vertreter aus Jessen.
Bürgerinitiative Gerbisbach und Bürger bewegen Probleme (BBP) diskutieren noch, ob und wie sie zu Freien Wählern mutieren.
Von der Zusammenarbeit auf Kreisebene versprechen sich die Freien Wähler mehr Erfolg bei den Wahlen. Die Kommunalwahl in Zahna-Elster habe bewiesen, was eine gute Zusammenarbeit der einzelnen Gruppen bewirke. Zehn von 29 Stadträten sind Freie Wähler. Was passiert, wenn man es nicht tut, hat die Landtagswahl gezeigt. Der Vorsitzende der Landesvereinigung, Mario Rudolf, hofft auf Vernetzungs-Effekte. Er war am Mittwoch auch dabei. “Das ist ganz genau der richtige Schritt”, sagte er.

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